Wortgirlanden

Wortgirlanden – im Home-Office zusammengesponnen von Dietlinde Ellsässer

Freuen Sie sich mit uns auf inspirierende Gedanken und Impulse von Dietlinde Ellsässer, welche sie uns ab sofort in diesen besonderen Zeiten von der Schwäbischen Alb sendet.

30. Januar 2021 - Der Tag ist erwacht. Ich auch.

Der Winter verjubelt sein Weiß. Allüberall leuchtet weiße Pracht. Die Jahreszeit zeigt sich verlässlich. In diesen viralen Zeiten ein Halt. Eine bleibende, natürliche Wahrheit. Mittendrin Ich. Leises Blau schmückt den Horizont. Stille perlt auf den Schneekristallen. Die Amsel und die Elster werden sichtbarer vor diesem sahne-zarten Hintergrund. Meine Körner sind gestreut. Ein schnäbelnder Lobgesang, ein Dankeschön erreicht mein Ohr.

Gedanken von d’r Alb ra oder Wortgirlanden
im Home-Office zusammengesponnen
von Dietlinde Ellsässer

Ich wiege mich darin und bin heilfroh ob meiner warmen Stube. Jetzt, in diesem Moment, ist alles in Ordnung. Der Zustand des Herzens ist ein liebens-werter.

Entdecke einen Satz von Mutter Theresa: „Wir können keine großen Taten tun, wir können nur kleine Taten mit großer Liebe tun.“ In der Realität der Gegenwart zur Ruhe zu kommen ist nicht immer ein Leichtes. Grade jetzt, wo soviel anders daherkommt, als im Gewohnten. Immerhin wohne ich unter einem warmen Obdach.

Neulich hatte ich einen Hund zu Besuch. Natürlich mit Leuten an der Leine. Ein Mops. Der Hund. Nicht das Herrchen. Köstlich. Ich war überrascht, dass ich eine Mops-Zuneigung empfinden kann. Der kecke Blick, das charmante Hin und Her des runden Köpfchens, allerliebst. Davor war der Mops nur ein Wort. Ein witziger Gedanke: „Ein Mops kam in die Küche und stahl dem Koch ein Ei“… und so weiter. Oder Jandl : „Ottos Mops kotzt“ . Und was predigte Loriot? „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber nicht sinnvoll“.

Meiner Lebtag lang wollte ich niemals „auf den Hund kommen“. Eine Katze schien mir, wenn schon Haustier, immer kompatibler zu sein. Man sagt aber von ihr, dass sie, im Gegensatz zum Hund, der ein Herrchen oder Frauchen braucht, möglichst hervorragend dienendes Personal schätzt. Dann eben die freien Vögel in der Natur, die ins Vogelhaus geflattert kommen und picken, was da ist.

Von der Pike auf sind sie bereit, sich in den Augen-Blick hineinzuwerfen. Nicht ohne Vorsicht, aber in Gänze. „Sie säen nicht, sie ernten nicht , sie sammeln nicht in Scheunen“, heißt der biblische Satz. Also kann ich von ihnen lernen. Und hab nicht einmal Flügel, um abzuheben, wenn ich los will. Aber ich kann das Jammern sein lassen und den wahren Luxus meiner inneren Natur in meiner Herz- Stube zum Leuchten bringen. Verschenkt, an jemand anderen, für den ich etwas übrig hab, ist dann schnell was. Menschlichkeit geht immer.

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