Wortgirlanden

19. Juli - Händewaschen

Händewaschen. Corona- Hilfsfonds. Infektionsexplosion. Desinfektionsvorschriften. Notleidende Staaten. Skepsis. Abstandsregeln. Maskenpflicht. Wir sind immer noch in Corona-bedingten Zuständen. Der Realität in die Augen sehen, heißt nach wie vor die Devise.

„Ich weiß nicht wohin ich gehe, aber ich bin auf meinem Weg“, sagte einst Gertrude Stein. Da bin ich dabei. In diesem Satz wächst ein Grundvertrauen. Wohin auch immer. Es ist gut hier zu sein auf diesem blauen Planeten. Ich glaube das. Manche nehmen sich wieder mehr Zeit zum Träumen. Ich auch.

Wie wäre das, wenn ich einfach in einen Flixbus steige und vorher nicht weiß, wo der hinfährt? Oder ich fahre mal nach Immenstaad und besuche das Grab von Maria Beig. Ich könnte aber auch mal ganz in Ruhe Schwarze-Träuble-Gsälz machen. Aus der Traum – ich zopfle sie vom Stil direktemeng ins Müsli.

Gedanken von d’r Alb ra oder Wortgirlanden
im Home-Office zusammengesponnen
von Dietlinde Ellsässer

Mach nicht so ein Zinnober. Auch ein Wort, das nicht mehr die Backen aufblasen darf. Beim Tag-Träumen tauchen wieder Worte auf. Obgleich. Obschon. Alles geht noch. Der Körper macht mit. Schritt für Schritt. Ich kann noch alles machen, was mir Pläsier macht. Halt nicht mehr alles an einem Tag. Ich verteil das auf den einen. Dann auf den anderen. Ich kann jeden Tag zum Happy End hin drehen. Trotz der andauernden Krise, kreise ich nicht ständig um das Eine. Um das Corona- Phänomen. Es ist durchaus ernst zu nehmen. Aber Zeit für ein gutes Buch bleibt.

„Liebesbriefe großer Männer”, ist mir beim Regal-Räumen in die Hand gefallen.
Die Liebe in Worte zu fassen ist immer noch ein lohnender Versuch. Ich träume davon, dass in diesen Zeiten mehr Handschriftliches im Briefkasten rauscht. Sehe, wie ich das darin Gefangene befreie, es aus der Enge des Umschlags rette und wortwörtlich alles buchstäblich vernasche. Nein, ich bin nicht durch den Wind. Ich gebe mein Debüt im Leben statt Darben. Und ich war immer schon im Träumen besser als in Mathe. Denken kann ich aber recht gut. Nicht das Vielwissen nährt die Seele, sondern das Verkosten der Dinge von innen her. Machen Sie gerne mit. Träumen Sie sich über den Corona-Horizont hinaus. Je eher, je besser.

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